26.03.2013

Das Nonplusultra in Gelb: Google Keep

Google launchte mit einem paukenschlag ihren neuen Dienst: Keep. Plötzlich war es da, ohne Vorankündigung ohne irgendwelche Leeks und alle so "Yaaaaaaaay"... Naja, eher weniger. Es war mehr ein "Und was ist mit Reader?".
Doch das soll mich nicht weiter stören. Denn für mich verdrängt Keep nicht nur ein paar Konkurrenten, es vereinheitlicht auch ein paar Dienste. So ist es zumindest bei mir. Vor Keep, vor der Zeit mit tausend Notizen in Gelb, Grün, Rot, Blau und was für farben man auch immer wählen kann, gab es für mich als "Notiz" Gmail in Kombination mit Pocket. Ziemlich komische Lösung was? Ja, finde ich auch. Richtig Glücklich wurde ich darüber auch nie. Aber es tat seinen Dienst. Noch ganz wichtig war, auf Gmail hatte man grandiose 10 Gigabyte speicher frei. Das ist mehr als genug. Wer annähernd an 8 GB ran kommt, der sollte mal ausmisten.
Nunja, darum geht es nicht. Ich habe also, wollte ich mir etwas merken, eine E-Mail an mich selbst versendet. Durch die super Filter funktion, die mit dem neuen Google Design leider etwas an Funktion verloren hat, konnte ich also diese Mails direkt - Filtern! Ich habe mir einen Ordner erstellt "Brainstorm". Dann, dass muss man wissen, hat man mit Gmail quasi unendlich viele Mail adresse. Man kann hinten immer ein plus (+) dran hängen und irgendwelchen Text. Diese kommen trotzdem bei euch an.
Bsp: Eure Adresse ist hanswurst100@gmail.com. So gehört euch gleichzeit hanswurst100+beliebigenTextEinfügen@gmail.com. "beliebigenTextEinfügen" ist Variable. Man kann also darein schreiben was man will.
Ich habe mir also meine Notizen immer an meineMail+brainstorm@gmail.com gesendet. Im Filter stand dann ein Simples "wenn von meineMail+brainstorm@gmail.com dann in brainstorm Ordner verschieben und Posteingang löschen".

Nebenbei pflegte ich noch Pocket. Pocket, wer es noch nicht kennt, ist ein Dienst mit dem man Links "teilen" kann. Man geht also zum Beispiel auf www.google.de/superBeitrag und sendet diesen an Pocket. Der Dienst bereitet jetzt den Text aus der Webseite so auf, das quasi nur noch der Beitrag zu sehen ist. Man kann aber nicht nur via App sharen, man kann auch eine E-Mail an add@pocket.com mit einem Link als Text senden. Nach einer kurzen verifizierung des Absenders wird dann dieser Link ebenfalls zu Pocket hinzugefügt.

Doch dann: Der Gelbe Ritter mit dem Slogan "don't be evil" auf dem Helm kam und befreite!
Die oben erklärte Methode funktioniert. Doch Spaß macht Sie nicht. Habe ich in Gmail was gespeichert? Habe ich noch was wichtiges in Pocket? Wieso habe ich in beiden Diensten das selbe? Kreuz und Quer flogen meine Notizen in den Diensten rum. Der Witz: Ich kannte Evernote. Aber irgendwie wurde ich mit den Dienst nicht warm. Öffters mal auf meinem Handy installiert, aber nicht einmal geöffnet. Ich habe mich nicht einmal registriert.
Also kam nun Google mit Keep. Ich sage euch, dass alles hat endlich ein Ende!
Schnell mal mit Keep geteilt -> Rot. Eine Idee zu einer App? Notiz in Keep -> Gelb. Ich muss einkaufen gehen? Keep -> Grau. Ihr merkt schon. Alles ziemlich einfach und vorallem einheitlich geworden. Keep hat sogar Pocket, der eigentlich ein komplett anderer Dienst für eine komplett andere Zielgruppe ist, abgelöst.
Ich hatte direkt am zweiten Tag gefühlte 100 Notizen aus den beiden anderen Diensten überführt. Viele konnte ich auch schon ausmisten, da ich einfach kaum einen Überblick hatte. Doch jetzt, mit Keep, klappt das alles Wunderbar.

Ich bin jedenfalls froh das Google so einen Dienst gelauncht hat. Ich dachte immer soetwas benötige ich nicht und wenn, mit der Gmail-Pocket Version komme ich schon ganz gut aus. Aber falsch gedacht, Keep macht es mir hiermit ungemein Leichter. Zwar fehlen noch die ein oder anderen Features, wie zum Beispiel Ordner. Aber Keep ist ja erst am Anfang. Da wird mit Sicherheit noch das ein oder andere hinzu kommen...