03.10.2013

Android Design UI - endlich einheitlich!

Das ist wirklich überraschend, selbst für mich. Die Jungs von Pocket (Read it Later) haben eine sehr interessante Entdeckung gemacht. Diesmal geht es nicht direkt um die App, sondern eher um das von Android in 4.0 eingeführte Holo Design. Eingeführt wurde, dass das Icon in der ActionBar auch als "up" Button fungieren kann.

Für viele immer wieder ein heftiges Streitthema. Denn es nimmt - mehr oder weniger - die Arbeit des "Zurück"-Buttons in der NavigationsBar ab.
Zurück zum "experiement":
Vor einigen Monaten wurde die Pocket App um diesen Up-Button erweitert. Vorher war, dort wo nun der Up-Button sitzt, ein "hacken", der den Artikel als gelesen markiert hat. Außerdem führte dieser zurück zur "Main"-Liste. Genau dieser hacken hat viele User verwirrt. Denn laut Pocket, wurde dort instinktiv drauf geklickt, auch wenn man den Artikel nicht als gelesen markieren wollte. Die User dachten einfach, oder erwarteten(!), dass dort der zurück Button sitzt. Sie hatten also gehoft, dass man damit zurück zu seiner Liste kommt und der Artikel sich immer noch in dieser befindet. Dies war natürlich nicht der Fall. Denn wenn man einen Artikel als gelesen markiert - also auf den hacken klickt - wird dieser automatisch ins Archive geschoben.
Nachdem man die UI an die vorgaben von Android angepasst hatte, also die Elemente in der ActionBar nach rechts verschob und den Up-Button nach links, hat man bei sage und schreibe 23% der User erreicht, weiterhin Pocket zu nutzen. Die User waren also nicht mehr so "frustriert", so schreibt es der Dienst, und wollten weiterhin mit der App arbeiten.

In dem Artikel schreiben sie auch, dass es Android geschafft hat, ein einheitlichen Design für alle
Apps geschaffen zu haben. Nicht wie vor 4.0, wo jede App sein eigenes individuelles hatte.
Dennoch schreiben sie auch, dass man die Design Richtlinien nicht als Gesetzt sehen soll. Jeder Programmierer oder Designer dürfte auch individuelle und innovative Ideen in seine App bringen. Aber man soll das "Richtlinien" immer im Auge behalten und für keine Verwirrung sorgen, an den stellen, wo der Anwender normalerweise was anderes erwartet.

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