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09.11.2013

Weitere Tipps mit git

Vor mehr als einem Monat zeigte ich euch anhand von Bitbucket den Einstieg in die Welt von git. Inzwischen habe ich mich weiter mit der Versionsverwaltung auseinander gesetzt und möchte euch nun weiter Tipps mit dem Umgang von git geben.

In meinem letzten Post, haben wir ein README-File erstellt und in Bitbucket geuppt. Doch wie sieht das mit kompletten Ordnern aus? Naja, eigentlich genauso. Ein einfaches
git add ORDERNAME
fügt git den kompletten Ordner hinzu. Inklusive allen Sub-Ordnern. Aber was passiert, wenn wir nur eine Datei in ORDERNAME/Order/O/datei ändern? Oder sagen wir ein Android-Projekt haben und dieses komplett hochladen möchten?
git ist cool sag ich euch. Wieder reicht ein "add"-Kommando um den Ordner hinzuzufügen. Fertig! git erkennt sofort die geänderten Datei und läd auch wirklich nur noch diese hoch.

Desweiteren möchte ich euch einen Tipp geben, falls ihr wirklich mal zu zweit oder mehr an einem Repository arbeitet. Denn was ist, wenn wir ein Projekt hochladen, ein Freund clond sich das ganze und läd es wieder ins Verzeichnis? Wir haben ja immer noch Lokal unser Repo. Statt es mühsam zu löschen und die kompletten neuen Files runterzuladen können wir dem Kommando
git fetch
benutzten. Damit wird der letzte aktuelle Stand runtergeladen.


 

19.09.2013

git mit Bitbucket.com

Schon immer wollte ich mich mit git auseinander setzten. Endlich habe ich den Schritt gewagt und mal ein paar Spielereien gemacht. "Tutorial" ist das ganze hier auch eigentlich nicht. Eher... ein Post-It :)
Ich habe das Ganze mit Bitbucket.com probiert. Github.com ist wahrscheinlich viel viel bekannter, und auch Laien die sich nicht mit dem programmieren auskennen, sich aber viel mit Android auseinandersetzten, sollten schon mal drüber gestoßen sein. Aber leider gibt es dort nur öffentliche Repositorys. Also ich kann dort wirklich nur Programme ablegen, die für jeden öffentlich sind. Open Source eben. Will ich nicht. Manche Programmcodes gehen euch einfach nichts an ;)
Der erste Schritt ist also erst mal ein Repo anzulegen. Dazu, nach dem erstellen eines bitbucket's-Account natürlich, auf der Oberfläche auf "Create" klicken. Namen eingeben - fertig.
Als nächstes muss man sich lokal git installieren. Unter Linux/Ubuntu einfach über apt oder ähnliches. Für Windows habe ich es nicht getestet. Aber beim schnellen Googlen ist mir das hier ins Auge gesprungen. Wie dem auch sei. Nachdem man git installiert hat, muss man sich erst mal "registrieren". Was das ganze bringt oder tut habe ich selbst noch nicht verstanden. Aber man muss es eben machen. Das ganze geht so:
git config --global user.name "NAME"
git config --global user.email "MAIL@ADRESS.com"
Auf der neu erstellen Repo-Seite findet ihr ein "Clone"-Button. Wenn ihr da drauf klickt, erhaltet ihr ein git befehl. Diesen könnt ihr 1:1 kopieren und ins Terminal einfügen. Was wird erstellt? Ein Ordner (der Repo-Name) und eine .git mit vielen Einstellungen, die uns aber eigentlich nicht zu interessieren brauchen.

Kommen wir zum spannenden teil.
Wir erstellen uns eine README-Datei mit unserem Lieblingseditor. Schreiben irgendwas rein und schließen es wieder. Um die erstellte Datei später zum Repo hinzuzufügen, sagen wir im Terminal:
git add README
Damit auch jeder weiß, git ist ja für Multiuser Support konzipiert, was du geändert hast, muss man die Änderungen noch "commiten". Also einen kurzen Text schreiben, was geändert wurde. In unserem Beispiel:
git commit -m "add Readme-File"
 Zu guter Letzt noch ein schönes
git push -u origin master
und voilà. Euer README-File erscheint bei Bitbucket. Simple? Finde ich eigentlich auch :)

Ich werde mich in nächster Zeit etwas genauer mit git auseinandersetzten und weitere "Hilfestellungen" geben. Für mich persönlich ganz hilfreich. Denn es gibt zwar tausend Tutorials zu dem Thema, aber irgendwie nie eines, welches mir persönlich geholfen hat.

02.09.2013

Ubuntu Touch Apps

Lust mal über den Tellerrand zu schauen und gucken was das Ubuntu Touch Lager so treibt?
Seit längerem werden schon die Standard-Apps für das mobile Ubuntu programmiert. Dabei gibt es "jetzt schon" strikte Vorgaben ans Design. Nicht wie bei Android unter 4.0, wo noch jeder machen konnte was er will.
Zu den Core-Apps gehören neben Filemanager, Notizbuch und Musikplayer auch ein Kalendar, Aktien-Ticker und sogar ein Terminal soll von Anfang an mit an Bord sein.

Die ganzen Apps können relativ leicht über ein Ubuntu Desktop OS ausprobiert werden. Wie das funktioniert steht hier. Ich selbst habe es nicht ausprobiert. Die Kollegen allerdings schon und zeigen in einem Beitrag alle Core-Apps, was funktioniert und was noch nicht.
So kann man zum Beispiel beim Kalender Termine eintragen. Allerdings sind diese nur Lokal-Verfügbar. Eine Synchronisation mit z.B. einem Google Kalender gibt es nicht. Auch Erinnerungen oder generell Anderungen an den eingetragenen Terminen gibt es noch nicht.
Der Datei-Manager macht dagegen schon eine recht gute Figur. Hier funktioniert eigentlich schon "alles". Einzig die Icons für verschiedene Dateitypen sind immer gleich. Wobei ich denke, dass dieser "Fehler" recht schnell beseitigt werden kann.

Wer sich für mehr Core Apps interessiert und wie ausgereift diese sind, die leite ich direkt mal weiter: Ubuntu Touch Apps Teil1
Quelle: Link

13.08.2013

[Teil 1] Open Source - Erklärung. Vergleich von Linux und Android

Wie vielleicht schon einige mitbekommen haben, bin ich großer Fan von Linux. Was mich daran begeistert ist, neben der Weltweiten - freiwilligen - Entwicklung eines "Betriebssystems", der Open Source Aspekt. Immer wieder fliegt einem das Wort in Foren, Blogs, Enzyklopädien oder sonst wo ins Auge. Doch was heißt das eigentlich genau? Vereinfacht gesagt, oder besser in Deutsch übersetzte: Quell Offen. Um zu verstehen, was das überhaupt bedeutet, sollten wir uns erst mal anschauen, wie man Programmiert.
Heute kann jeder sein Lieblings-Texteditor rausholen und anfangen zu tippen. Was man genau eintippt, hängt ganz von der Programmiersprache ab, die man einsetzt. Das Bild oben zeigt Java. Jede Programmiersprache hat seine eigene Syntax. Das bedeutet, dass genau festgelegt wird wann wo und weshalb eine klammer, ein Semikolon oder eine Anweisung angeben wird.
Nachdem wir uns also an die Vorgaben gehalten haben, passiert nun das, was bei "allen Sprachen" gleich ist. Es wird durch einen sogenannten Compiler geworfen und Compiliert. Was passiert? Computer können nur mit 0 und 1 arbeiten. Wie das genau funktioniert will ich hier nicht ausweiten. Aber einfach gesagt, der Quelltext, der die spezielle Syntax hat die wir Menschen verstehen, wird in Maschinencode (also 0 und 1) gewandelt. So, dass der Computer es auch versteht.

Wenn ein Programm an User ausgeliefert wird, die Windows Menschen sprechen von *.exe-Dateien, passiert das in Maschinencode. Diesen können wir dann zwar auch anschauen, verstehen allerdings null. Denn nicht jedes "if" im Programmcode hat jedesmal dieselbe 01/10-Kombination. Da ist viel mehr dahinter. So, dass man wirklich nichts mehr vom Ursprünglichen Quelltext verstehen kann.
Open Source bedeutet nun, dass der Ursprüngliche Quelltext, der in der oben erklärten Syntax geschrieben ist, ebenfalls verfügbar ist. Nicht nur allein in Maschinencode, den man genauso gut versteht wie eine Ziege. Genau das ist beim größten Open Source-Projekt Linux üblich. Neben Maschinencode wird im Netz ein Server bereit gestellt, wo man sich gemütlich den kompletten Code ansehen kann und ggf. bearbeiten.

Warum mir das so gefällt? Keine Ahnung. Ich fühle mich dann nicht Sicherer vor Prism, vor Backdoors oder schlecht programmierten Code, den ich nicht einsehen kann. Ich habe einfach ein besseres Gefühl. Ich selbst habe auch noch nie ein Blick da rein geworfen. Auch als erfahrener Entwickler würde man auf die ersten Blicke kaum etwas verstehen. Aber allein der Gedanke "Ich könnte es", bringt mir ein Gefühl von Geborgenheit. Niemand hat "Macht" über mich. Niemand schreibt mir vor "nutzte es so, oder lass es". Ich habe die Wahl!

Vorteil an der ganzen Geschichte ist auch, dass sich jeder den Code schnappen kann und modifizieren. Er muss ihn dazu auch erst mal nicht verstehen. Man nimmt sich das komplette Konstrukt, jagt es durch den Compiler und es läuft genauso, wie es das vom Hersteller schon vor-Compilierte Programm tut. Jeder Entwickler kann nun irgendwo andocken und seine eigenen Erweiterungen einbringen. Regelmäßig, und nun kommt die Verknüpfung mit Android, passiert das bei den Custom Roms. Denn das Ursprüngliche Android ist Open Source.

Einen zweiten Teil werde ich noch veröffentlichen, in dem erkläre, was seit längerem unter Androids Open Source Projekt falsch läuft und wie es Linux besser macht...

19.06.2013

Mein weg zu Linux...


Ich war schon immer Technik Interessiert. Schon mit 13 Jahren war mir klar: Ich muss irgendwas mit Computern machen.
Wie kam das? Keine Ahnung. Mein Bruder hatte damals zuerst einen Computer. Er war der "typische Zocker", in meinen Augen. Ich war der, der zu gucken durfte.
Schon damals fragte ich mich, wie man so viel Spielen konnte, ohne eine Pause ein zu legen. Vor allem, wie kann man generell "nur" Spielen?
Wenn ich dann mal an den Computer durfte, war das eher ein "WOW..und was kann man hier jetzt machen?" Gefühl. Tatsächlich, ich wusste nicht was ich mit diesem Teil anfange sollte. Dennoch hat das Gerät mich irgendwie "magisch" angezogen.

Lange rede kurzer Sinn: Meine Schulische Ausbildung zum Staatlich Geprüften Assistent für Informationstechnik und Kommunikation begann im August 2007.
In der Ausbildung, die 3 Jahre dauerte, habe ich sehr sehr viel über das Medien-Gerät "Computer" gelernt. Aber auch privat habe ich etwas für meine Ausbildung gemacht, sodass ich natürlich immer mehr über den Rechner lernte.

Anfang 2008, nach dem man die neuen Klassenkammeraden richtig kennengelernt hatte, fing dann einer an von "Ubuntu" zu reden. Hatte mich erst mal nicht sonderlich interessiert. Das ging dann die ganze Woche so. Plötzlich fing er auch mit meinen Lehrern über dieses "Linux" zu reden. Daraufhin wurde es interessant.   
Denn selbst wenn sich "Ausbilder/Lehrer" sich aktiv mit diesem Thema beschäftigten, musste es irgendwas "ganz großes in der IT-Welt" sein.

Ab nach Hause, den eigenen Computer hoch gefahren "Ubuntu" gegoogelt. Das suche spukte mir dann so etwas aus
X, 98@dqw!2,390 --..ö1äü -l-asm2234 y.
Nein, Google wurde nicht gehackt :), ich habe erst mal null verstanden um was es hier überhaupt geht. Naja, man muss mit Schulkammeraden mitreden können. Weiter gemacht. "Ubuntu downloaden". Hey, eine deutsche Seite wo ich Ubuntu runterladen kann. Cool. ~700MB Download bei 1 Mb/s Leitung. Ok. Dann warte ich halt. In dieser Zeit bin ich noch ein bisschen auf der Seite rum gesurft. Da geklickt, hier geklickt. Installationsanleitung. Cool. Sieht einfach aus, mach ich. Daten? Werden bestimmt irgendwo gespeichert. Falls sie verloren gehen. Egal, unwichtig. CD gebrannt, installiert. BIOS geladen - schwarzer Bildschirm. Schweigen.

Und du? Passiert auch noch was? 5 Minuten gewartet. Hmm Windows XP ist schneller, dachte ich mir. Ok. Nochmal installiert. BIOS geladen - schwarzer Bildschirm. Schweigen. Auch der zweite Versuch klappte nicht. Verdammt. Ich will das aber benutzen. Die Bilder sahen schon so ... "anders" aus. Altbacken, aber anders.
Nach ca. 5 Tagen ohne Betriebssystem und nur mit Live-CD arbeiten habe ich das Problem gelöst und dabei für mich unbekannte Sachen entdeckt. RAID, Software-RAID, Hardware-RAID, Partitionen, erweiterte Partition, Intepreded Ibex, 8.04,...
Problem war tatsächlich, dass ich ein RAID Verbund hatte. (Der PC wurde nicht von mir zusammen gebaut). Habe diesen also gelöst und das Ubuntu auf eine komplette Festplatte installiert.

Und nun? Ein PC mit Ubuntu. Hm. Erst mal ein IRC-Client installieren. XChat. Seite angesurft. .tar.gz ? What? Egal, wenn die Seite mir das anbietet, kann es nur richtig sein. Runtergeladen, Doppelklick, Archiv-Programm geöffnet. Wo ist die exe?
Egal, gehen wir halt einfach mit dem Browser in einem Webchat und fragen nach. Ich fragte, was ich machen soll, nachdem ich Xchat aus dem Internet runtergeladen habe. Die Reaktionen waren eher.. mähsig. Ich kann mich noch an ein gutes Zitat erinnern (Im nachhinein wirklich gelungen):
"Das ist wie als würdest du mit einem Citrön autofahren, wenn der Ferrari vor der Tür steht."

Da erinnerte ich mich an die deutsche Donwload-Ubuntu Seite. Aus der ich inzwischen schon jede Menge Infos gesammelte hatte.
Die hatten auch ein Forum. Da musste man sich allerdings anmelden. Ne, mach ich nicht. Habe irgendwas mit .deb gefunden. Ah. Suche ich nach Xchat.deb. Nichts gefunden.
Synaptic? Wasn das? sudo apt-get install xchat. Terminal. Was? Ich will Xchat installieren. Nicht mein System hacken. sudo? Was für ein Passwort? Ach verdammt, das Ganze ist schwer - dieses Ubuntu Linux. Gefällt aber. Denn: es war anders!

Nach viel nachlesen habe ich auch dieses Problem gelöst. Einfach Terminal öffnen "sudo apt-get install programmname" (Programmname finde ich auf der deutschen Webseite) und schon ist es oben links unter Anwendungen.

Das waren meine ersten 3-4 Wochen mit Ubuntu. Millionen von Sätzen gelesen. Alles auf Ubuntuusers.de, alles im Wiki, im Forum nachgefragt.
Der Anfang, vor allem als noch relativ junger und experimentier freudiger Mensch, war es wirklich schwer. Da hieß es noch nicht "Lesen -> Denken -> Tun" sondern "Tun -> Denken -> Lesen -> Denken -> Nochmal Tun". Das ich mir damit selbst tausend Probleme gemacht habe und den Einstieg erschwert habe, ist mir natürlich nur im nachhinein klar. Dennoch hat es immer wieder Spaß gemacht mehr zu lernen.

Wo stehe ich heute?
Früher war ich immer ganz heiß drauf, schon die vorherigen Betas und Alphas von Ubuntu "zu testen". Irgendwie war mir das doch dann immer zu instabil.
Habe also immer wieder mal eine neue Distribution probiert. Von Solaris, über Mandria, Linux Mint, Debian bis zu Fedora. Letztendlich hat es mich immer wieder zurück zu Ubuntu geschlagen. Es ist für mich einfach das beste Linux. Relativ aktuell und LTE's sind komplett stabil.
Inzwischen weiß ich genug über Linux um mit jeder Distribution umgehen zu können. Es hat inzwischen den Status "Wow, interessant, geil" verloren. Aber dennoch ist es einfach ein super Betriebssystem.. dieses „Linux“.

14.05.2013

Ubuntu, wir müssen reden!

Da ist er also, mein erster Linux bzw. Ubuntu Blog. Worum soll es gehen? Leider um die leidige Diskussion um Mir, den "geplanten" Display Server von Canonical, um Wayland und was der "ganze andere Haufen" zu dem Thema sagt.
Bevor ich richtig ins Thema einsteige, möchte ich erstmal ein wenig von meiner Erfahrung bezüglich Linux und Ubuntu schreiben.

Ich arbeite ca. seit 2008 ausschließlich mit Ubuntu. Angefangen hat es, wie wahrscheinlich bei fast allen Linux-Fans, aus reiner neugier. Einfach mal was neues ausprobieren. Anders sein. Ich fing also an mir Ubuntu anzuschauen. Hatte noch keine Ahnung von Derivaten oder Distributionen und was es da noch alles gab. Ich bin also einfach mal ins kalte Wasser gesprungen und mir das ding auf die Platte gehauen. Eigentlich kann man sagen, dass seit dem Zeitpunkt auf meiner Platte nur noch Ubuntu rumjuckelt.
Selbstverständlich habe ich, als neugieriger und interessierter Mensch, ein paar Blicke Richtung Fedora, openSUSE, Debian und Linux Mint gemacht. Alles ein paar mal ausprobiert, rum experimentiert und immer wieder zum Schluss gekommen: Ubuntu.
Warum? Weil es einfach lief. Man musste, was ich anfangs natürlich noch sehr schön fand, immer an den Betriebssystemen frickeln. Die Zeiten sind aber für mich vorbei. Ich will ein System, was nach der Installation läuft. Ich will nicht plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm dastehen oder plötzlich graue 2002 Icons haben. Es soll laufen.
Kommen wir also zum Ursprünglichen Thema: Mir und Wayland.
Ich habe inzwischen schon so einige Blogs und Diskussionen darüber gelesen. Selbstverständlich habe ich als Technik affiner Mensch eine eigene Meinung dazu. Jeder wird, der sich mit dem Thema ein bisschen auseinander setzt, sich seine Meinung bilden. Das ist auch gut. Allerdings, war ja klar das jetzt ein großes "aber" kommt :), sind wir - damit meine ich alle Ubuntuianer - inzwischen gleich auf mit der Konkurrenz: Windows. (Natürlich auch mit OS X!).

Mit gleich auf meine ich nicht die Marktstellung oder Marktmacht. Da ist Linux im Desktop bereich immer noch weit hinten dran. Ich meine die Userbasis. Es gibt inzwischen jede menge Ubuntu-Nutzer, bitte nicht mit generell Linux verwechseln(!), die das System einfach benutzten. Nicht jeder der ein Linux/Ubuntu hat, ist gleich ein Linux-Kernel Hacker. Nicht jeder der es nutzt, versteht gleich auf Anhieb ob Java ein Kaffee oder ein stück Kuchen ist. Es gibt inzwischen wirklich viele da draußen, die Nutzen das System weil es Umsonst ist. Weil sie einen Sohn haben, der für viel weniger Geld einen Rechner zusammen schrauben kann und oben drauf noch ein alternatives kostengünstigeres System liefert. Solange es rennt, reicht es. Dabei muss es aber auch nicht gleich der Sohn sein. Selbst Freund/Verwandte/Bekannte, irgendwelche. Ich schätze spätestens über 4 ecken kennt man einen, der Linux nutzt.
Was also wenn Ubuntu umstellt? Nichts! Und zwar überhaupt nichts! Solange es einfach läuft, läuft es. Ich lege auch meine Hand ins Feuer, dass selbst eingefleischte IT'ler erst jetzt von sowas wie einem "Display-Server" gehört haben. Erst jetzt wird die "Wichtigkeit" für solch ein Programm an die Öffentlichkeit getragen. Es ist also kein Geheimnis, dass wenn Canonical umsattelt, und es läuft, alle weiter machen wie bisher.

Die große Frage stellt sich nur: Wird es denn "einfach" laufen?
Diese Frage stelle ich aber nicht dir oder mir selbst. Das erwarte ich! Und genau das tun 80% der restlichen Ubuntu-Nutzer ebenso.

Inspiriert durch: YoutTube-Link