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16.12.2013

SteamOS... und nun?

Der große Zocker bin ich nun wirklich nicht. Dennoch war ich erfreut, dass endlich mal ein "großer" der Spiele-Szene sich mehr und mehr Richtung Linux-Gaming bewegt. Nicht nur, dass immer mehr Spiele für die Plattform des fröhlichen Pinguins veröffentlicht werden, sondern auch dass es eine ganz eigene "Multimediale"-Plattform, aufbauend auf Linus Torvalds Schöpfung, erstellt wird. Die Rede ist von SteamOS, welches am Freitag in Form einer Beta veröffentlicht wurde.
Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht was uns da erwartet und hatte entsprechend keine Vorstellung. Mir war nur klar, dass Steam Tester sucht und diese mit einem "Ultra-Highend"-Device ausstattet, worauf das SteamOS auch installiert ist. Die ganze Aktion von Steam soll auch eher ein "Steam fürs Wohnzimmer" sein. Worauf sie also Langzeitig abzielen ist "die" Konsole für "alles".
Nun ist es da und meiner Meinung nach: Total enttäuschend! Die Kollegen von OMG!Ubuntu! haben sich das Image mal runtergeladen und auf einer Maschine getestet. Was da zum Vorschein kommt, ist ein simples Debian mit vorinstalliertem Steam-Client + proprietäre Treiber für NVIDIA-Karten. Ende. Nicht mehr und nicht weniger. Kein eigens Interface mit besonders großen Buttons. Kein vorkonfigurierter Desktop, der die "wichtigsten" Gaming-Applikation anzeigt, kein "Schnellzugriff" zu Steam, kein spezieller Zugriff zum konfigurieren weiterer Monitoren, nichts! Ein simples Debian mit vorinstalliertem Steam. Dafür gefühlte sieben Monate von der Ankündigung zum Release? Also bitte! Eine Erklärung warum sie Debian benutzten liegt auch bei: Damit man es besser nach eigenen Wünschen Konfigurieren kann. Möchte ein Gamer, Steam möchte ja diese Zielgruppe ansprechen, wirklich erst seine Maschine Konfigurieren, damit man Spielen kann? Wohl kaum. Ein User sagt es schön:
wozu kauf ich mir ne playstation? weil: dvd einlegen und fertig.wenns mit steamos irgendwann genausoweit ist, sagt bescheid.
Und genau das bringt es auf den Punkt. Niemand will eine Konsole, die man aufwändig Konfigurieren muss. Niemand will eine Konsole, die aussieht wie ein Linux und die sich anfühlt wie ein Linux. Denn, leider, hat Linux noch das Image des Nerds. Android hat es geschafft, mit Linux als Unterbau ein komplett eigenes Image zu schaffen. Steam muss auch in diese Richtung gehen. Startknopf drücken, kein Anmeldebildschirm zeigen und sofort alle wichtigen Einstellungen oder Spiele anzeigen. Mit einem Kontroller kann der User dann auswählen was er machen möchte. Fertig! Aber einzig und allein ein Debian nehmen und vorinstallierte Software raushauen und das ganze als "SteamOS" verkaufen ist schwach, sehr schwach! Einziger Trost, es ist die erste Version und noch als Beta ausgezeichnet. Dennoch habe ich, trotz keiner Erwartungen, mit etwas anderes vorgestellt.
So wie es zurzeit aussieht, wird das Steam's Betriebssystem nur eins unter vielen sein und bleiben. Kein Gamer und kein Linux-Mensch wird sich das Ding installieren.

Quelle: Link, Link, Link

16.09.2013

[App] Spielempfehlung - Rock Ninja

Ihr mögt Jump & Run Spiele wie Doodle Jump, Fruit Ninja oder Tempel Run? Dann habe ich was für euch. Die noch recht neue App im Play Store "Rock Ninja" kommt mit einem sehr hohen Suchfaktor daher und ist ähnlich simple aufgebaut wie die eben erwähnten.
Direkt nach dem Starten der App sieht man diesen Screen. Direkt zu erkennen ist, dass die Entwickler "Googles Service" Play Games eingebaut haben. Außerdem hat man nebem dem "Play" Button noch Ziele und eine Art Store (Dojo).
In dem Spiel geht es darum, um es einfach auszudrücken, dass man den Steinen ausweichen muss. Dabei hat man nur zwei Softkeys (nach Links und Rechts) und verschiedene Items zur Verfügung. Am Anfang bekommt man 10 "Slow"-Flaschen geschenkt. Dabei fallen die Steine für eine bestimmte Zeit langsamer.
Während dem Spiel fallen neben den Steinen auch noch - ja, was sind das eigentlich? - "Gegenstände" runter, die man einsammeln kann. Hat man drei Stück von derselben Farbe gesammelt, platzen alle Steine auf dem aktuellen Screen und man bekommt, je nach Farbe des Items, nochmal extra Punkte.
Wird man von einem Stein getroffen, ist das Spiel vorbei.
Im schon oben genannten Dojo kann man sich für virtuelle Coins (wann man welche bekommt habe ich nicht herausgefunden) verschiedene Items kaufen. Zum Beispiel kann man sich weitere "Slow"-Flaschen kaufen oder ein "Schild". Die Coins kann man sich aber auch gegen echtes Geld kaufen.
Neben dem Store gibt es aber dann noch Ziele, die es zu erreichen gibt.

Das Spiel ist komplett Kostenlos und macht jede menge Spaß. Ich habe es eben 5x gespielt und wollte gar nicht mehr aufhören. Ein wirklich nettes Spiel um die Zeit zu vertreiben... oder man in der Schule grade keine Lust auf lernen hat :)
Downloaden könnt ihr Rock Ninja hier.

06.08.2013

Google Play Games - So aber bitte nicht!

Ich bin kein Spieler. Weder auf dem PC, noch am Handy und schon gar nicht auf meinem Nexus 10. Dennoch finde ich ab und an mal Zeit für ein kleines Spielchen. Gerne Spiele ich dann irgendwelche Jump & Run, wo man auch jederzeit ohne irgendwas zu verlieren das Spiel beenden kann. Was mich allerdings immer störte? Wenn ich dann doch mal ein Spiel auf dem Tablet angefangen habe und ich dieses auf meinem Smartphone weiter spielen möchte. Genau für dieses Szenario wurde bei der Google I/O 2013 der Service Play Games vorgestellt. Entwickler haben die Möglichkeit gewisse Funktionen oder Variablen auf Googles Play-Server zu pushen und mit deinem User-Account zu verknüpfen. Hätte zwar jedes X beliebige Unternehmen schon vorher mit seinen eigenen Servern machen können, aber das soll uns nicht weiter stören.
Tempel Run 2 ist ein Spiel, welches ich zurzeit sehr gerne auf meinem Nexus 4 spiele. Wenn ich gestört werde, kann ich meinen Spieler einfach über die Brüstung springen lassen und das Spiel ist aus. Perfekt.
Vor gut einer Woche berichteten dann mehrere Blogs, dass das Spiel "endlich" das oben erwähnte Play Games-Feature besitzt. Erfolge und Bestenliste, so heißt es im Play Store, sind nun integriert. Da diese Funktionen mit meinem Google-Account verknüpft, ging ich also davon aus, dass dann auch weitere Daten wie High-Score, In-App Käufe ect. in die Cloud geladen werden und überall verfügbar sind. Das ist ja auch der Urgedanke des Services. Aber: Pustekuchen.
Das wirklich einzige was in die Cloud geladen wird, sind aktuelle Punkte. Sollten diese besser sein, als die bisherigen wird gepusht. Wenn nein, passiert guar nischts. Na Super. So bringt mir das Feature überhaupt nichts. Selbst der neu hinzugefügte Usain Bolt, den ich mir auf dem Smartphone gekauft habe, kann ich auf meinem Tablet nicht spielen. Er wird sogar dort immer noch als "Purchase" gekennzeichnet. Also so, als könnte ich ihn noch mal kaufen.
Wirklich Schade. So ist das Play Games-Feature natürlich für die Katze. Nur halb gut bis gar nicht umgesetzt. Mir hilft das überhaupt nicht. 

Das Ganze soll nur ein Beispiel sein, wie man die Funktion auch nutzlos verkaufen kann. Mir ging es gar nicht darum, dass ich Tempel Run auf meinem Tablet spielen kann. Es soll einfach nur demonstrieren, dass man, wenn man es so macht, auch gleich lassen kann.